Borretschöl (auch Borretschsamenöl) ist das fette Öl aus den Samen des Borretschs (Borago officinalis), eines Raublattgewächses, das in der Küche als „Gurkenkraut“ bekannt ist. Das Öl ist reich an Gamma-Linolensäure (GLA), einer Omega-6-Fettsäure: In einer Studie enthielt das verwendete Borretschöl mindestens 23 Prozent GLA, Nachtkerzenöl dagegen etwa 10 Prozent (Henz et al. 1999). Der Körper bildet GLA normalerweise selbst aus Linolsäure.
Lebensmittel: Blätter, Blüten, Samen und Samenöl des Borretschs gelten in der EU nicht als neuartige Lebensmittel (EU Novel Food Catalogue). Borretschöl wird als Speiseöl und in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.
Keine zugelassene Gesundheitsangabe: Die EFSA hat zahlreiche Anträge zu GLA geprüft – unter anderem zu Hautbarriere, Hautbild, Menstruationsbeschwerden, Gelenken, Cholesterin, Blutdruck und Entzündungen – und keinen der beantragten Zusammenhänge als belegt angesehen (EFSA 2011; EFSA 2010). Aussagen wie „pflegt die Haut von innen“ oder „gut für die Gelenke“ sind daher nicht zulässig.