Spermidin ist eine körpereigene Substanz, die auch Darmbakterien bilden. Sie ist an der Autophagie beteiligt, einem Prozess, bei dem Zellen eigene Bestandteile abbauen und erneuern. In Lebensmitteln steckt viel Spermidin, besonders in Weizenkeimen, reifem Käse, Pilzen, Sojabohnen und anderen Hülsenfrüchten (Verbraucherzentrale).
Rechtlicher Status: Als neuartiges Lebensmittel zugelassen ist „Weizenkeimextrakt mit hohem Spermidingehalt“ – für Erwachsene, ausgenommen Schwangere und Stillende, mit höchstens 6 mg Spermidin pro Tag (Unionsliste, VO (EU) 2017/2470). Synthetisches Spermidin ist derzeit nicht zugelassen.
Keine zugelassene Gesundheitsangabe: Die EFSA hat Angaben zu Spermidin und Haarwachstum abgelehnt (EFSA 2011; EFSA 2011). Das Landgericht Itzehoe hat einem Hersteller Werbung mit Aussagen wie „hält jung“, „stärkt das Herz“ und „mindert Haarausfall“ untersagt (Lebensmittelklarheit).