Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das in der Zirbeldrüse produziert wird und den zirkadianen Rhythmus steuert. Bei Dunkelheit steigt der Spiegel, bei Licht sinkt er — ein Signal an den Körper, dass Schlafenszeit ist. Supplementiert wird Melatonin vor allem bei Jetlag, Schichtarbeit, verzögerter Schlafphasen-Störung und altersbedingtem Melatonin-Rückgang. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat zwei Health Claims zugelassen: Melatonin trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung bei (ab 0,5 mg kurz vor dem Schlafengehen) und trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen (ab 1 mg).
Die Käuferschaft ist heterogen: Vielflieger, Nachtschichtler, ältere Menschen mit nachlassendem endogenem Melatonin, gelegentliche Nutzer bei Stress-bedingten Einschlafproblemen. Anders als klassische Schlafmittel macht Melatonin nicht sediert — es verschiebt lediglich das Zeitfenster, in dem der Körper Schlafbereitschaft signalisiert. Wirkung und Verträglichkeit sind individuell; manche spüren nach 30 Minuten Müdigkeit, andere gar nichts.