Curcumin ist ein Polyphenol aus der Gelbwurz-Wurzel, die in der traditionellen indischen und chinesischen Medizin seit Jahrhunderten Verwendung findet. Moderne Forschung konzentriert sich auf seine Rolle bei chronischen Entzündungsprozessen, oxidativem Stress und Gelenkbeschwerden. Der Mechanismus: Curcumin moduliert mehrere Signalwege, darunter NF-κB und COX-2, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.
Gekauft werden Curcumin-Präparate vor allem von Personen mit Gelenkproblemen, Sportlern zur Regeneration und Menschen, die präventiv etwas gegen chronische Entzündungen tun möchten. Die Evidenz ist durchwachsen: Für Arthrose und entzündliche Marker gibt es moderate Hinweise aus randomisierten Studien, für viele andere Anwendungen bleibt die Datenlage vorläufig. Das zentrale Problem bleibt die geringe orale Bioverfügbarkeit — weniger als 1 % des aufgenommenen Curcumins erreicht den Blutkreislauf unverändert.