Vitamin K2 gehört zur Familie der K-Vitamine und unterscheidet sich grundlegend von Vitamin K1 (Phyllochinon), das vor allem in grünem Blattgemüse vorkommt und primär für die Blutgerinnung zuständig ist. K2 existiert in mehreren Formen; die biologisch aktivste und am längsten im Körper verfügbare ist Menachinon-7 (MK7), das natürlicherweise durch bakterielle Fermentation entsteht — etwa in Natto, einem japanischen Sojabohnenprodukt.
K2 MK7 aktiviert zwei Schlüsselproteine: Osteocalcin, das Calcium in die Knochenmatrix einbaut, und Matrix-Gla-Protein (MGP), das Calciumablagerungen in Arterien und Weichgewebe verhindert. Diese Doppelfunktion macht K2 interessant für Menschen, die Calcium supplementieren, für Personen mit erhöhtem Osteoporoserisiko und für alle, die ihre Gefäßgesundheit langfristig unterstützen möchten. Die Zufuhr über die Ernährung ist in Mitteleuropa oft gering, da K2-reiche Lebensmittel selten auf dem Speiseplan stehen.