Sango-Korallen-Kalzium wird aus versteinerten Korallensanden gewonnen, die vor der japanischen Küste (meist Okinawa) vorkommen. Die Ablagerungen enthalten hauptsächlich Kalziumkarbonat sowie Magnesium und Spurenelemente. Hersteller werben damit, dass das Mineral-Verhältnis (meist 2:1 Ca:Mg) dem menschlichen Knochen ähnele und deshalb besonders gut verwertbar sei. Tatsächlich ist Kalziumkarbonat eine verbreitete, preiswerte Form — die Resorption hängt stark von Magensäure ab.
Die Zielgruppe sind vor allem Personen, die einen Kalziummangel ausgleichen wollen oder prophylaktisch die Knochengesundheit unterstützen möchten. Die Evidenz für einen Vorteil von Korallen-Kalzium gegenüber anderen Karbonat- oder Citrat-Quellen ist dünn. Die meisten kontrollierten Studien zu Kalzium-Supplementierung verwenden synthetisches Karbonat oder Citrat; spezifische Langzeitdaten zu Sango-Koralle fehlen weitgehend.