Vitamin D3 (Cholecalciferol) entsteht in der Haut unter UVB-Strahlung aus 7-Dehydrocholesterol. In der Leber wird es zu 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) hydroxyliert — der Speicherform, die im Bluttest gemessen wird. Bei Bedarf wandeln Niere und andere Gewebe 25(OH)D in die aktive Form Calcitriol um, die den Vitamin-D-Rezeptor (VDR) aktiviert. Calcitriol reguliert Kalziumaufnahme im Darm, Knochenmineralisation und über 200 Gene in Immunzellen, Muskulatur und Gefäßendothel.
In Mitteleuropa erreichen die meisten Erwachsenen zwischen Oktober und März keine ausreichende Eigensynthese; Studien zeigen 25(OH)D-Werte unter 50 nmol/L (20 ng/ml) bei 40–60 % der Bevölkerung im Winter. Käufer supplementieren primär zur Knochengesundheit, Immunfunktion und Stimmungsregulation. Die Datenlage ist für Knochenbrüche und Sturzprävention bei älteren Menschen robust; für andere Endpunkte (Infektabwehr, kardiovaskuläre Outcomes) zeigen Metaanalysen gemischte Ergebnisse.
Vitamin D3 wird meist als Weichkapsel (in Öl gelöst), Tropfen oder Tablette angeboten. Die Bioverfügbarkeit ist bei allen Formen hoch, sofern mit Fett eingenommen. Vegane Präparate nutzen D3 aus Flechten statt aus Lanolin (Schafwolle).
