Eisen ist das am häufigsten supplementierte Spurenelement in Europa. Der Grund ist biochemisch eindeutig: Eisen bildet das funktionelle Zentrum von Hämoglobin, dem Protein in roten Blutkörperchen, das Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben transportiert. Ohne ausreichend Eisen sinkt die Hämoglobin-Konzentration, der Sauerstofftransport bricht ein, und das zentrale Nervensystem reagiert mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und verminderter kognitiver Leistung. Etwa 1,2 Milliarden Menschen weltweit weisen einen Eisenmangel auf — in Deutschland liegt die Prävalenz bei Frauen im gebärfähigen Alter bei rund 20 Prozent, bei Männern unter 5 Prozent.
Der Eisenstoffwechsel ist strikt reguliert: Der Körper hat keinen aktiven Ausscheidungsmechanismus für Eisen, sondern steuert die Aufnahme über das Darmhormon Hepcidin. Bei niedrigen Eisenspeichern wird Hepcidin herunterreguliert, die intestinale Absorption steigt. Das erklärt, warum orale Eisenpräparate nur funktionieren, wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt — bei vollen Speichern blockiert Hepcidin die Aufnahme. Neben der Hämoglobin-Synthese ist Eisen Kofaktor in der mitochondrialen Atmungskette, beteiligt an der Synthese von Neurotransmittern (Dopamin, Serotonin, Noradrenalin) und kritisch für die T-Zell-Proliferation im Immunsystem. Käufer sind überwiegend Frauen mit Menstruation, Schwangere, Ausdauersportler mit erhöhter Hämolyse, Vegetarier und Veganer sowie Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.