Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es wird für die DNA-Synthese, die Bildung roter Blutkörperchen und die Myelinisierung von Nervenfasern benötigt. Mangelzustände entwickeln sich schleichend — oft über Jahre — und äußern sich in Müdigkeit, neurologischen Symptomen und megaloblastärer Anämie. Besonders gefährdet sind Menschen mit veganer oder vegetarischer Ernährung, ältere Personen mit verminderter Magensäureproduktion, sowie Personen mit Resorptionsstörungen (z. B. nach Magenoperationen, bei Morbus Crohn).
Methylcobalamin ist eine der vier natürlich vorkommenden B12-Formen und liegt bereits in der aktiven, methylierten Form vor. Anders als Cyanocobalamin — die synthetische Standardform in vielen Präparaten — muss Methylcobalamin im Körper nicht erst umgewandelt werden. Ob diese theoretische Überlegenheit klinisch relevant ist, bleibt umstritten: Studien zeigen für beide Formen gute Bioverfügbarkeit bei oraler Gabe in ausreichender Dosis. Entscheidend ist die tatsächlich resorbierte Menge — und die hängt von Dosis, Darreichungsform und individueller Resorptionskapazität ab.