Fischöl-Supplemente liefern die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die der Körper nur begrenzt aus pflanzlichen Quellen wie Leinsamen synthetisieren kann. EPA wirkt primär entzündungshemmend und kardioprotektiv, DHA ist Strukturbestandteil von Zellmembranen im Gehirn und der Retina. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Health Claims für DHA (Erhaltung normaler Gehirnfunktion, Sehkraft) und EPA+DHA (normale Herzfunktion) zugelassen.
Die Zielgruppe ist breit: Menschen mit erhöhten Triglyceridwerten, Personen mit geringer Fischzufuhr, Schwangere (für fetale Gehirnentwicklung), ältere Erwachsene zur kognitiven Unterstützung. Mechanistisch senken Omega-3-Fettsäuren Triglyceride, stabilisieren Herzrhythmus, modulieren Entzündungsmediatoren (Prostaglandine, Leukotriene) und verbessern endotheliale Funktion. Die Evidenz ist für kardiovaskuläre Endpunkte gemischt — große Interventionsstudien zeigen moderate Effekte bei Hochrisikopatienten, aber keine dramatischen Reduktionen bei gesunden Populationen.