Zinkverbindung und Bioverfügbarkeit. Zink liegt in Supplementen als Salz vor: Zinkgluconat, Zinkbisglycinat (Chelat), Zinkpicolinat, Zinkcitrat oder Zinkoxid. Studien zeigen, dass organische Formen (Bisglycinat, Picolinat, Citrat) besser resorbiert werden und seltener Magenbeschwerden verursachen als Zinkoxid oder -sulfat. Zinkbisglycinat gilt derzeit als gut verträglich bei hoher Bioverfügbarkeit. Produktetiketten müssen den elementaren Zinkgehalt ausweisen — nicht das Gewicht der Verbindung.
Dosierung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 7–10 mg Zink pro Tag (abhängig von Geschlecht und Phytatzufuhr). Therapeutische Dosen bei Erkältungen liegen oft bei 75–100 mg täglich über kurze Zeiträume (max. 1 Woche). Langfristig sollten 15–25 mg nicht überschritten werden, um Kupfermangel und immunsuppressive Effekte zu vermeiden. Höher dosierte Präparate (>40 mg) sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Darreichungsform und Zusatzstoffe. Tabletten, Kapseln, Lutschtabletten und Pulver sind gängig. Lutschtabletten bei Erkältung zielen auf lokale Schleimhautwirkung; für systemische Supplementierung sind Kapseln die übliche Wahl. Vorsicht bei hohen Mengen an Magnesiumstearat, Titandioxid oder unnötigen Füllstoffen. Vegane Kapselhüllen (HPMC) sind Standard; Gelatinekapseln werden seltener.
Wechselwirkungen. Zink sollte zeitlich versetzt von Eisen-, Kupfer- und Calcium-Supplementen sowie Antibiotika (Tetracycline, Fluorchinolone) eingenommen werden, da es deren Aufnahme hemmen kann. Phytate in Vollkorn und Hülsenfrüchten reduzieren die Zinkresorption — eine Einnahme auf nüchternen Magen oder mit Protein kann die Aufnahme optimieren.