Vitamin K2 gehört zur Gruppe der fettlöslichen K-Vitamine, macht aber nur etwa 10 % der typischen K-Aufnahme aus (K1 dominiert über grünes Gemüse). Seine biologische Aufgabe: K2-abhängige Enzyme carboxylieren Glutaminsäure-Reste in Proteinen wie Osteocalcin (Knochen) und Matrix-Gla-Protein (Arterien), wodurch diese aktiv werden. Osteocalcin bindet Calcium im Knochen; MGP verhindert Calciumablagerungen in Gefäßwänden. Ohne ausreichendes K2 bleiben beide Proteine untercarboxyliert und funktionell inaktiv — Calcium wandert theoretisch dorthin, wo es nicht hingehört.
Die Käufergruppe ist bimodal: Frauen über 50 mit Osteoporose-Risiko (oft kombiniert mit D3 und Calcium) und Herz-Kreislauf-bewusste Erwachsene, die Arteriosklerose vorbeugen wollen. VitaminExpress hebt hervor, dass beide Erkrankungen — Osteoporose und Arteriosklerose — über Jahrzehnte schleichend verlaufen und einen gemeinsamen Nenner haben: gestörten Calciumhaushalt. Vitamin K2 wird als der Regulator positioniert, der das Mineral in die richtigen Gewebe dirigiert.
Die wissenschaftliche Debatte dreht sich weniger um das Ob als um das Wie: Welche Form (MK-4 vs. MK-7), welche Dosis, welche Endpunkte sind robust belegt? Die Evidenzlage ist für Knochengesundheit bei postmenopausalen Frauen am stärksten, für kardiovaskuläre Endpunkte noch moderat und für gesunde Erwachsene ohne Risikofaktoren schwach.