L-Arginine ist eine proteinogene Aminosäure, die der Körper aus Glutamin, Glutamat und Prolin synthetisieren kann. Unter Belastung — intensives Training, Wachstum, Krankheit — reicht die körpereigene Produktion oft nicht aus, daher wird sie als semi-essenziell klassifiziert. Der primäre biochemische Mechanismus: L-Arginine → NO-Synthase → Stickstoffmonoxid (NO) → Vasodilatation. NO erweitert Blutgefäße, senkt den peripheren Widerstand und verbessert den Nährstofftransport in Muskulatur und Gewebe.
Käufer supplementieren L-Arginine vor allem für drei Anwendungsbereiche: Kraftsportler erwarten verbesserten Muskelpump und Nährstoffzufuhr während des Trainings; Personen mit leichter Durchblutungsstörung oder erhöhtem Blutdruck suchen kardiovaskuläre Unterstützung; Männer mit erektiler Dysfunktion leichter bis mittlerer Ausprägung hoffen auf NO-vermittelte Verbesserungen. Die Realität: Die orale Bioverfügbarkeit ist moderat (Abbau durch Arginase in Leber und Darm), die Effekte stark dosisabhängig und individuell. Studien zeigen konsistente Wirkung vor allem bei Arginin-Mangel oder endothelialer Dysfunktion — gesunde Athleten mit normaler Proteinzufuhr profitieren meist wenig.