Magnesiumcitrat ist das Magnesiumsalz der Citronensäure. Im Darm dissoziiert es zu Magnesium²⁺-Ionen und Citrat-Anionen; beide werden resorbiert. Magnesium aktiviert über 300 enzymatische Reaktionen — von der ATP-Synthese über die neuromuskuläre Erregungsleitung bis zur Proteinsynthese. Citrat selbst ist ein Zwischenprodukt des Citratzyklus und wird vollständig verstoffwechselt.
Magnesiumcitrat kaufen vor allem Menschen, die eine gut verträgliche, schnell resorbierbare Form suchen — bei Muskelkrämpfen, Migräneprophylaxe oder latenter Unterversorgung. Im Vergleich zu Magnesiumoxid liegt die Bioverfügbarkeit um 30–50 % höher; im Vergleich zu Magnesiumglycinat ist die Datenlage gemischt, aber Citrat bleibt die am besten untersuchte organische Form.
Der europäische Referenzwert (EFSA AI) liegt bei 300 mg/Tag für Frauen, 350 mg für Männer (elementares Magnesium). Repräsentative Erhebungen zeigen, dass 20–30 % der deutschen Erwachsenen unterhalb dieser Schwelle liegen — nicht klinisch defizitär, aber suboptimal versorgt.