Apfelessig entsteht durch bakterielle Fermentation von Apfelmost: Hefen wandeln Zucker in Alkohol, Essigsäurebakterien oxidieren den Alkohol zu Essigsäure. Das Endprodukt enthält 4–6 % Essigsäure sowie Polyphenole, Pektin und Spurenelemente. Supplement-Hersteller bieten ihn als Kapsel, Tablette oder Gummibärchen an — oft standardisiert auf 500 mg Apfelessigpulver pro Dosis, manchmal mit zugesetztem Chrom oder Cayennepfeffer.
Käufer suchen Apfelessig primär für zwei Anwendungen: postprandiale Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion. Der vermutete Mechanismus: Essigsäure hemmt α-Amylase und verlangsamt die Magenentleerung, was den Glukoseanstieg nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten dämpfen soll. Die Studienlage ist jedoch begrenzt — fast alle positiven Befunde stammen aus kleinen, kurzfristigen Trials mit flüssigem Essig, nicht aus Kapselstudien.
Die meisten Anwender bevorzugen Kapseln oder Gummis, um Zahnschmelzerosion und den sauren Geschmack zu vermeiden. Ob diese Darreichungsformen die gleiche Bioverfügbarkeit bieten wie flüssiger Essig, ist nicht systematisch untersucht. Wer mit Apfelessig supplementiert, sollte wissen, dass die Evidenz deutlich schwächer ist als bei etablierten Blutzuckermodulatoren wie Berberin oder Chrom-III.