Maca (Lepidium meyenii) ist ein Kreuzblütler aus den peruanischen Hochanden, dessen Knolle seit Jahrhunderten dort auf über 4000 Metern Höhe angebaut wird. Die Pflanze gedeiht unter extremen Bedingungen — Minusgrade nachts, intensive Sonneneinstrahlung tagsüber, starke Winde — und entwickelte dadurch eine Fülle sekundärer Pflanzenstoffe, die in der Volksmedizin als adaptogen (stressschützend) und fertilitätsfördernd gelten. In Europa wird die getrocknete, pulverisierte Knolle als Nahrungsergänzung vertrieben, nicht als Lebensmittel.
Die Knolle existiert in drei Phänotypen: gelb (60 % der Ernte), rot (25 %) und schwarz (15 %). Farbunterschiede sind züchtungsbedingt und korrelieren mit leicht unterschiedlichen Alkaloid- und Glucosinolat-Profilen. Schwarze Maca wird im Marketing oft für Männer (Libido, Spermienqualität) positioniert, rote Maca für Frauen (Wechseljahresbeschwerden, Prostatabeschwerden bei Männern), gelbe als Allrounder. Die chemische Basis für diese geschlechtsspezifische Zuordnung bleibt schwach — die meisten Studien verwenden Mischungen oder gelbe Maca.
Typischer Käufer: Erwachsene 30+ mit diffusen Energiedefiziten, Sportler, Paare mit Kinderwunsch, Männer über 50 mit nachlassendem Sexualtrieb. VitaminExpress und Nature Love rahmen Maca als «Superfood» mit breitem Wirkspektrum; die tatsächliche Evidenz stützt diese Breite nicht konsistent.