Aloe vera (meist Aloe barbadensis miller) ist eine Sukkulente, deren gelartiges Blattinneres Polysaccharide (vor allem Acemannan), Anthrachinone, Enzyme, Vitamine und Mineralien enthält. Rund 300 Aloe-Arten existieren; A. barbadensis dominiert den Supplementmarkt. Vitakruid listet in seiner Ingredient-Übersicht neben Vitaminen (A, B-Komplex, C, E) und Mineralien (Calcium, Magnesium, Zink, Eisen) auch Spurenelemente wie Chrom, Mangan und Kupfer — typisch für die Nährstoffdichte des Blattgels.
Auf dem Markt existieren drei Hauptformen: Aloe-vera-Saft (meist 99–100 % Blattgel, pasteurisiert), Aloe-vera-Gel (identisch oder leicht eingedickt) und Aloe-vera-Extrakt (Trockenextrakt mit Konzentrationsverhältnissen wie 200:1, das heißt 200 kg Frischgel ergeben 1 kg Extrakt). Käufer suchen Aloe primär für Verdauungskomfort, Hautpflege von innen und allgemeine Immununterstützung. Die orale Einnahme zielt auf systemische Effekte; topische Anwendungen (Hautgel) fallen nicht in den Supplementbereich.
Die Datenlage ist durchwachsen: Polysaccharidfraktionen zeigen in-vitro immunmodulierende Aktivität; klinische Studien zur oralen Einnahme bleiben heterogen in Design und Qualität. Regulatorisch gilt Aloe-vera-Saft als Lebensmittel (Novel-Food-Status in der EU für bestimmte Zubereitungen), hochkonzentrierte Extrakte fallen oft unter Nahrungsergänzungsmittelrecht.