Vitamin B12 (Cobalamin) nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein. Es ist das größte und komplexeste aller Vitamine und das einzige, das ein metallisches Element enthält: Kobalt, das dem Molekül seinen Namen gibt. Anders als die anderen wasserlöslichen B-Vitamine kann der Körper B12 in der Leber speichern — ein Vorrat, der bei gut versorgten Erwachsenen drei bis zehn Jahre reichen kann.
Die natürlichen Formen — Methylcobalamin, Adenosylcobalamin und Hydroxycobalamin — kommen ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor: Fleisch, Fisch, Schalentiere, Geflügel, Eier und Milchprodukte. Vitaminexpress betont, dass kein pflanzlicher oder tierischer Organismus B12 selbst herstellen kann; die ursprüngliche Quelle sind Bakterien im Verdauungstrakt von Tieren. Zwar produzieren auch Darmbakterien im menschlichen Dickdarm B12, aber die Absorptionsstelle liegt weiter oben im Ileum (letzter Abschnitt des Dünndarms) — zu spät für die körpereigene Synthese.
B12 erfüllt zentrale Funktionen: Es unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen, die Funktion des Nervensystems, den Energiestoffwechsel und das Immunsystem. Die European Food Safety Authority (EFSA) bestätigt diese Rollen; Vitakruid hebt hervor, dass B12 bei Müdigkeit Energie liefert und die mentale Balance fördert. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, über 50 ist (die Absorptionsfähigkeit nimmt mit dem Alter ab) oder Magenprobleme hat, läuft Gefahr, einen Mangel zu entwickeln — blasse Haut, Schwindel beim Aufstehen und anhaltende Erschöpfung sind klassische Warnsignale.